Aufbereitung
Danach werden die Kirschen im nassen Zustand in die Entkernungsmaschine ("Pulpermaschine") reingeworfen. Hier werden die Bohnen vom Fruchtfleisch abgetrennt und das Ergebnis wird in einen Reissack verpackt (ca. 60 kg). Anschließend wird eine Nacht offen in diesem Sack offen fermentiert. Dieser Verarbeitungsschritt ist wichtig, damit sich der Fruchtschleim von den Bohnen lösen kann, denn dies hat einen hohen Einfluss auf die Süße im Geschmacks nach dem Rösten.
Nach der Fermentierung werden die Bohnen gründlich gewaschen und mindestens 1 Tag getrocknet bzw. bis ein Feuchtigkeitsgehalt von 40 % erreicht wird. Um den Kontakt mit dem Boden zu vermeiden wird eine Plane aus Kunststoff und oftmals auch eine Matte aus Naturmaterial verwendet. In diesem nassen Zustand werden die Kaffeebohnen im Anschluss direkt in einer Entschalungsmaschine für nasse Aufbereitung ("Hullermaschine") verarbeitet wird, um die grünen Bohnen von der Pergaminoschale (pergamentartig) abzutrennen.
Dann wird erneut mit der Hand sortiert, damit möglichst nur die besten Bohnen als Spezialitätenkaffee („Specialty Coffee“) übrig bleiben.
Aufgrund der Handarbeit (mit Raum für menschliche Fehler) ist es möglich, dass die Bauern bei der „Specialty“-Klasse bis zu 2-3 defekte Bohnen bei 100 g bzw. 10 bei 1 kg übersehen können.
Zum Schluss werden die Kaffeebohnen auf einen Feuchtigkeitsgehalt von 11,0 bis 12,0 % getrocknet. Die Bauern verwenden dafür seit der Ernte 2024 Feuchtigkeitsmessgerät. Auch hier wird weiter sortiert. Die Bohnen werden dann in speziellen Plastiksäcken (GrainPro) verpackt, damit die Bohnen vor Feuchtigkeit und anderen äußeren Einflüssen geschützt sind.
Bei diesem Prozess ist die Rohkaffeefarbe grüner als bei voll gewaschenen Aufbereitung. Da unsere Kaffeebauern aktuell (Stand April 2026) über keine Entschalungsmaschine zur nassen Aufbereitung ("Hullermaschine") verfügen, wird diese Aufbereitungsmethode nicht angewendet.