Aufbereitung
Die roten intakten Kirschen, deren Fruchtfleisch und Schleim noch vorhanden sind, werden sofort in einer dünnen Schicht getrocknet. Um den Kontakt mit dem Boden zu vermeiden wird eine Plane aus Kunststoff und oftmals auch eine Matte aus Naturmaterial verwendet.
Die Fermentierung erfolgt direkt während des Trocknens. Die Früchte werden dabei regelmäßig gewendet, damit sie nicht schimmeln. Der anfängliche Feuchtigkeitsgehalt von 60 bis 65 % sinkt langsam, bis er 14 % erreicht. Dieser Vorgang ist abhängig von den Sonnenstunden und kann bis zu 1 bis 2 Monate dauern. Am Ende der Trocknung ist die Kirschschale schwarz und bröselig ist.
In dieser Form lagern die Bauern ihre Ware einzeln in ihren Häusern, bis sich ein potenzieller Käufer (z.B. wie wir) bei Ihnen meldet. Danach kommt die Entschalungsmaschine ("Hullermaschine") zum Einsatz, um die grünen Bohnen von dem Fruchtfleisch und der Pergaminoschale abzutrennen. Dann wird erneut mit der Hand sortiert, damit möglichst nur die besten Bohnen als Spezialitätenkaffee („Specialty Coffee“) übrig bleiben.
Aufgrund der Handarbeit (mit Raum für menschliche Fehler) ist es möglich, dass die Bauern bei der „Specialty“-Klasse bis zu 2 bis 3 defekte Bohnen bei 100 g bzw. 10 bei 1 kg übersehen können.
Zum Schluss werden die Kaffeebohnen auf einen Feuchtigkeitsgehalt von 11,0 bis 12,0 % getrocknet. Die Bauern verwenden dafür seit der Ernte 2024 Feuchtigkeitsmessgerät. Die Bohnen werden dann in speziellen Plastiksäcken (GrainPro) verpackt, damit die Bohnen vor Feuchtigkeit und anderen äußeren Einflüssen geschützt sind.