Aufbereitung
Danach werden die Kirschen im nassen Zustand in die Entkernungsmaschine ("Pulpermaschine") hineingeworfen. Hier werden die Bohnen vom Fruchtfleisch abgetrennt und das Ergebnis wird in einem Reissack verpackt (ca. 60 kg). Je nach Bohnenart bzw. Gartenhöhe wird 16-36 Stunden im Sack fermentiert (unterhalb 1200 m werden 16 bis 24 Stunden benötigt und zwischen 1500 und 1600 m 16 bis 36 Stunden). Dieser Verarbeitungsschritt ist wichtig, damit sich der Fruchtschleim von den Bohnen lösen kann, denn dies hat einen hohen Einfluss auf die Süße im Geschmacks nach dem Rösten.
Nach der Fermentierung werden die Bohnen gründlich gewaschen und getrocknet. Um den Kontakt mit dem Boden zu vermeiden wird eine Plane aus Kunststoff und oftmals auch eine Matte aus Naturmaterial verwendet. Hier werden die Bohnen wieder sortiert, wo defekte Formen sichtbar werden. Diese Trocknung kann, abhängig vom Wetter, ca. 7 bis 9 Tage (von 8 bis 16 Uhr, wenn es keinen Regen dazwischen gibt) dauern, bis ein Feuchtigkeitsgehalt von etwa 14 % erreicht ist.
In dieser Form lagern die Bauern ihre Ware einzeln in ihren Häusern, bis sich ein potenzieller Käufer (z.B. wie wir) bei Ihnen meldet. Danach kommt die Entschalungsmaschine ("Hullermaschine") zum Einsatz, um die grünen Bohnen von der Pergaminoschale abzutrennen. Dann wird erneut mit der Hand sortiert, damit möglichst nur die besten Bohnen als Spezialitätenkaffee („Specialty Coffee“) übrig bleiben.
Aufgrund der Handarbeit (mit Raum für menschliche Fehler) ist es möglich, dass die Bauern bei der „Specialty“-Klasse bis zu 2 bis 3 defekte Bohnen bei 100 g bzw. 10 bei 1 kg übersehen können.
Zum Schluss werden die Kaffeebohnen auf einen Feuchtigkeitsgehalt von 11,0 bis 12,0 % getrocknet. Die Bauern verwenden dafür seit der Ernte 2024 Feuchtigkeitsmessgerät. Auch hier wird weiter sortiert. Die Bohnen werden dann in speziellen Plastiksäcken (GrainPro) verpackt, damit die Bohnen vor Feuchtigkeit und anderen äußeren Einflüssen geschützt sind.