Markus' Reisebericht

Südostasien 2025-2026

Aktual.

Jul 17, 2026

Transparenz

Wertvolles

Aktualisierung

  • Juli 2026: Aktualisierung des Reiseberichts

  • Juni 2026: Überarbeitung

Rosenthal-Bielathal, Schwarzbach, Frankfurt

Dörfer in Sachsen bzw. Stadt in Hessen, Deutschland

Mein Name ist Markus Petzold und komme aus Deutschland. Mit dem folgenden Schreiben, möchte ich über meine Reise in Südostasien, in Indonesien, Singapur und Malaysia, von Mai 2025 bis Juli 2026 berichten.

Anfang Mai 2025 sagte mir Eva nach einer Gebetszeit, dass viele Christen den Fehler machen, auf eine Anweisung Gottes zu warten, statt selbst den ersten Schritt zu machen. Daraufhin entschied ich mich, nach Indonesien zu reisen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich nicht genügend Geld, um den Flug zu buchen und hatte gar nicht groß darüber nachgedacht, doch mein Gott gab mir Frieden dafür.

Drei Tage später habe ich eine Geldschenkung in Höhe von 500 Euro erhalten, ohne danach gefragt zu haben. Damit konnte ich meinen Flug buchen und einige Dinge für die Reise bezahlen. Mein Kontostand verringerte sich wieder schnell und es kamen innere Zweifel auf, wie die anderen Reisekosten gedeckt werden sollten. Ich wollte aber glauben und sprach dann in etwa: Gott, wenn du mich in Indonesien haben willst, dann wirst du alle meine Kosten decken. Wiederum drei Tage später erhielt ich erneut eine Geldschenkung in Höhe von 500 Euro. Damit waren alle Kosten für den geplanten einmonatigen Aufenthalt gedeckt. Mein Gott hatte für alles gesorgt.

Mit mir wollte auch Bernhard kommen, den ich zuvor fragte, ob er mich begleiten möchte. Es wäre für mich eine Sicherheit gewesen, wenn noch jemand mitgekommen wäre. Als wir dann später aber am Flughafen in Frankfurt angekommen waren, konnte Bernhard nicht einchecken, da sein Reisepass nicht mindestens 6 Monate gültig war. Bernhard hatte zuvor bereits einen neuen Reisepass beantragt, aber der war noch nicht angekommen. Aus diesem Grund bin ich dann ohne Bernhard in Richtung in Indonesien gestartet.

Tangerang, Jakarta

Städte in West Java, Indonesien

Am 16. Mai bin ich am Flughafen in Tangerang, Indonesien angekommen. Während meines Aufenthalts dort hatte ich Gemeinschaft mit Bayu und David von Ets Coffee Roaster sowie ihren Frauen, Amelia und Anna. Außerdem wurde ich zum Coffee Festival in Jakarta eingeladen. Dort haben wir unter anderem die Auktion des Rohkaffees von Benediktus Rudin verfolgt. Er gewann mit seinem Robusta in geschälter Trockenaufbereitung bei einem Wettbewerb den zweiten Platz, obwohl dieser noch 17 % Feuchtigkeit hatte (normalerweise 11 - 12 %).

Gemeinsam mit Joesi Sihombing besuchte ich die Jakarta Praise Community Church (JPCC). In einer kleinen Gruppe teilte ich meine Befreiungsgeschichte durch meinen Herrn Jesus Christus. Eine Sache, die mir während meines Aufenthalts aufgefallen war, dass es sehr viel Struktur gab. Mir kam dann dazu folgender Satz, „Je mehr Struktur und Kontrolle, desto weniger kann der Heilige Geist wirken.“ Das ist auch eine meiner Baustellen: Mehr auf Gott vertrauen, anstatt auf scheinbare Sicherheiten und den eigenen Verstand.

Labuan Bajo

Hafenstadt auf der Insel Flores, Indonesien

Anschließend ging es für mich weiter nach Labuan Bajo auf der Insel Flores. Ich besuchte Christa in der KAFFEEkostBAR und verfolge die ersten Vorbereitungen für den geplanten Umzug zum neuen Standort. Nach der Zusammenarbeit mit dem Bamboo Cafe sollte es im August in einem leer stehenden Geschäft schräg gegenüber weitergehen.

Ebenso lernte ich die Freunde von Christa kennen. Ich übernachtete bei David und seiner Frau Viecy. David unterstützt Christa beim Rösten und Verkosten und der Instandhaltung der Röstmaschine in der KAFFEEkostBAR.

Region Colol

Region in Ostmanggarai, Insel Flores, Indonesien

Gemeinsam mit Viecy und Hanna fuhr ich in die Region Colol, um die Kaffeebauern, mit den wir seit 2023 Direkthandel betreiben, zu besuchen. Zuvor hatte ich wahrgenommen, dass Hanna nicht mitkommen soll. Ich hatte das nicht weiter beachtet. Als wir das Motorrad dann abholten, hatte Hanna den Gedanken, dass das Motorrad zu groß und zu schwer ist. Später während der Fahrt hatte ich ein Bild vor Augen, dass ich einen Unfall mit Hanna haben würde. Ich hatte das als Angstmache von Satan gesehen und ebenso ignoriert. Kurze Zeit später kam es dann dazu, dass ich nach ein scharfen Kurven von der Straße abgekommen bin und hingefallen bin. Ich ging zunächst zum Motorrad anstatt nach Hanna zu schauen. Es war für mich ein frustrierender Moment des Versagens. Kurze Zeit später wurden wir in einem nahegelegenen Haus versorgt und wir kamen schlussendlich im Dorf Tangkul an. Ein paar Tage später stießen dann auch Christa, David und Brian zu uns.

Zuvor hatte mir Nicolas telefonisch mitgeteilt, dass er den Glauben hat, dass Gott die notwendigen Finanzen freisetzen wird, um den Rohkaffee von der Ernte 2024 zu kaufen. Ich hatte Frieden damit und konnte dem zustimmen.

In Abstimmung mit Nicolas kündigte ich den Bauern an, dass wir ihren Rohkaffee von der Ernte 2024 kaufen werden und dafür die notwendigen Vorbereitungen getroffen werden sollen. Ich erzählte den Bauern aber nicht, dass zu dem Zeitpunkt noch gar nicht das nötige Geld hatten. Wir hielten aber im Glauben fest, dass Gott die finanziellen Mittel freisetzen würde. Anschließend haben wir das Gewicht des Rohkaffees ermittelt und eine Aufteilung für die Standorte Deutschland, Döbeln und Indonesien, Labuan Bajo erstellt. Dazu muss man wissen, dass der Großteil der Bauern ihren gesamten Rohkaffee für uns aufbewahrt hat – im Glauben, dass wir ihn abnehmen würden.

Gemeinsam mit den Bauern besuchten wir die Kaffeegärten und lernten über den Anbau und die Verarbeitung ihres Kaffees, dabei sind auch Irrtümer aufgedeckt worden. So kann die Kaffeeart Juria (Typica), anders als Kahawa (Typica), nicht nur alle drei bis fünf Jahre, sondern bei guter Pflege und ausreichend Nährstoffen sogar alle ein bis zwei Jahre geerntet werden. In einigen Kaffeegärten gibt es neben der Sorte Arabica SL-795 auch die Sorte Kartika. Bisher wurden diese beiden Sorten zusammengemischt, was sich jedoch ab der Ernte 2026 ändern soll.

Benediktus zeigte uns noch einmal die veredelten Kaffeepflanzen. Bei einer älteren Pflanze mit Robusta-Stamm waren Arabica SL-795, Gelber Caturra und Robusta. Oftmals ist jedoch eine Arabica-Pflanze auf einen Robusta-Stamm aufgepfropft. Dadurch werden die Pflanzen robuster und erreichen auch höhere Erträge.

Noch während meines Aufenthalts gab mir der Heilige Geist die Eingebung, Lazarus Tundu in Bezug auf die Taufe mit Hilfe von Christa und Brian zu fragen und aufzuklären. Kurz vor meiner Abreise entschied sich Lazarus, getauft zu werden – durch vollständiges Untertauchen im Wasser – und damit Jesus öffentlich zu bekennen. Dies ist auch eine Abkehr vom Katholizismus – einer von Menschen gemachten Religion – und ein Schritt hin zur Gemeinschaft mit dem einzigen lebendigen Gott.

Kebonsadeng

Dorf in der Nähe von Jember, Ost Java, Indonesien

Danach reiste ich gemeinsam mit Christa nach Kebonsadeng, Jember in der Provinz Ost Java, um dort die Firma NOR Coffee Roaster des Inhabers Herr Kusnandar, zu besuchen. Die Manufaktur stellt Kaffeeröstmaschinen und Maschinen zur Rohkaffeeverarbeitung her. Zudem wird eigener Roh- und Röstkaffee produziert.

Herr Kusnandar arbeitete zehn Jahre lang im indonesischen Forschungsinstitut für Kaffee und Kakao, bevor er sich entschloss, mit einem Kollegen eine eigene Firma zu gründen. Wir besuchten mit ihm das Institut und bekamen einen Einblick in die aktuellen Forschungen. Unter anderem werden dort laufende Forschungen mit Mischkulturen, beispielsweise mit Kaffee und Papaya, durchgeführt. An einem Tag besuchten wir außerdem Kaffeebauern in der Region Argopuro.

Die Mitarbeiter der Manufaktur NOR Coffee Roaster erklärten Christa die Funktionsweise und Wartung im Detail. Sie nahmen sich auch die Zeit, mit uns mehrere Chargen zu rösten. Zudem durften wir die Herstellung der Maschinen begutachten.

Yogyakarta

Stadt des Sondergebiets Yogyakarta, Indonesien

Danach reiste ich in die Studentenstadt Yogyakarta weiter, um dort Hendro und seine Familie zu besuchen. Hendro ist ein unbezahlter Pastor der GBI Generasi Baru Yogyakarta (GENB) für die junge Generation und betreibt zu Hause ein Dojo für japanische Karatekunst - das Shinsedaikan Dojo. Hendro kam gerade von einer Reise aus Japan zurück. Da seine Rückkehr sich verzögerte, konnte ich nur etwa einen halben Tag mit ihm verbringen. Die Tage zuvor übernachtete ich bei Nicolas' Verwandtschaft. An einem Abend konnte ich dann noch an der Zusammenkunft einer kleinen Gruppe der Gemeinde teilnehmen, bei der Hendro für mich übersetzte.

Tangerang, Jakarta

Städte in West Java, Indonesien

Nach meiner Rückkehr nach Tangerang hatte ich den inneren Wunsch, etwas mehr Zeit in Yogyakarta bei Hendro und seiner Gemeinde, sowie im Dorf Tangkul bei den Kaffeebauern zu verbringen. Dies teilte ich meinen Glaubensgeschwistern in Deutschland mit. Nicolas ermutigte mich, die Freiheit zu nutzen, länger bleiben zu dürfen. So entschloss ich mich, mein Visum zu verlängern und meine Reise um einen Monat zu verlängern. Es war auch eine Entscheidung gegen das Geld, denn mein Rückflugticket nach Deutschland konnte ich weder erstatten noch ändern.

Yogyakarta

Stadt des Sondergebiets Yogyakarta, Indonesien

Ich besuchte erneut Hendros Familie. Ich wurde eingeladen, Zeit mit einzelnen kleinen Gruppen zu verbringen und ihnen meine Befreiungsgeschichte mit Jesus zu erzählen. Ebenso bekam ich die Möglichkeit, in einem Sonntagsgottesdienst zu sprechen. An dem darauffolgenden Montag wurde ich dann von einem Mann namens Manuel eingeladen, in seiner Gruppe erneut meine Geschichte zu erzählen. Anders als zuvor ergab sich dieses Mal ein Gespräch statt eines Monologs.

Danach lud Manuel mich zum Essen ein und öffnete sich mir gegenüber. Er erzählte mir von seiner sexuellen Unreinheit, dass er eine Freundin hat und mit ihr in der Vergangenheit geschlafen hat. Ich ermutigte ihn, auch Hendro davon zu erzählen. Am nächsten Tag fuhren wir gemeinsam dorthin und Manuel bekannte auch dort seine Schuld.

Ich blieb danach mit Manuel im Kontakt und er erzählte später mir, dass er auch in seiner Gruppe seine Schuld bekannte.

Labuan Bajo

Hafenstadt auf der Insel Flores, Indonesien

Mit einem Zwischenstopp in Jakarta ging es dann wieder nach Flores. Dort unterstützte ich Brian und David bei der Renovierungsarbeit für den neuen Standort der KAFFEEkostbar. Nicolas teilte mir an einem Tag mit, dass wir von einer Frau 125mio Rp. (umgerechnet etwa 6.000 €) geschenkt bekommen haben. Ja, unser Gott hat rechtzeitig für die notwendigen Finanzen zum Kauf des Rohkaffees gesorgt - Nicht durch Kraft und nicht durch Macht, sondern durch Gottes Geist.

Region Colol

Region in Ostmanggarai, Insel Flores, Indonesien

Dieses Mal hatte ich niemanden bei mir, der mir mit der Übersetzung helfen konnte. Deshalb verständigte ich mich per Mobiltelefon mit den Kaffeebauern.

Ich teilte den Bauern das wunderbare Wirken Jesus' mit, durch den die finanziellen Mittel freigesetzt wurden, die für den Kauf des Rohkaffees notwendig waren.

Nach ein paar Tagen bei den Bauern kam heraus, dass Nobertus in ähnlicher Weise gehandelt hat, wie mit Lodovikus Vadirman von der Kooperative Asnikom, mit der wir bis Anfang 2023 noch zusammengearbeitet haben. Es wurde Rohkaffee von anderen Bauern gekauft und an uns weiterverkauft. Ebenso wurde bei der Verarbeitung teilweise unsauber gearbeitet. Nobertus stritt alles ab, doch wir erhielten mehrere bestätigende Aussagen zu diesem Sachverhalt. Ein Bauer, der an Nobertus verkauft hatte, teilte dies Benediktus mit.

Aufgrund des mangelnden Vertrauen entschlossen Nicolas, Christa und ich, den Rohkaffee von Nobertus von der Ernte 2024 und 2025 nicht zu kaufen. Die Tür für eine Zusammenarbeit ab 2026 ist offeen, sofern Nobertus das gemeinsame Handeln in Wahrheit und Gerechtigkeit für sich bejaht.

Tangerang

Stadt in West Java, Indonesien

Mit dem Plan, nach Deutschland zurückzukehren, ging es für mich zurück nach Tangerang. Nicolas teilte mir mit, dass das vor etwa einem Jahr gekaufte Pferd wieder verkauft werden sollte, da der Großteil unserer Bauern es nicht nutzen und wir das Geld stattdessen für andere Dinge einsetzen möchten, die allen Bauern zum Nutzen sind.

Etwas später informierte mich Nicolas darüber, dass Nobertus auch beim Kauf des Pferdes nicht aufrichtig gewesen sei. Demnach soll das Pferd damals 13 Mio. Rp gekostet haben, uns wurde jedoch gesagt, dass es etwa 8 Mio. Rp. wert sei. Auch diese Sache stritt Nobertus ab. Darüber hinaus weigerte er sich, das Pferd, welches Eigentum der KAFFEEkostbar-Familie ist, zurückzugeben, und verlangte eine Entschädigung für die Versorgung in Höhe von 50.000 Rp. pro Tag, was umgerechnet etwa 22,5 Mio. Rp. entspricht.

Als ich das hörte, sagte ich zu Nicolas, dass ich eigentlich noch einmal dorthin müsse. Er gab mir dafür seine Zustimmung und ich entschied mich, meine Reisepläne erneut zu ändern und meinen Aufenthalt zu verlängern. Da mein Visum aber kurz vor dem Ablauf stand, musste ich das Land zunächst verlassen.

Singapur

Stadtstaat, südlich an der Grenze zu Malaysia

Anstatt nach Frankfurt weiterzufliegen, blieb ich für einige Zeit in Singapur. Ich besuchte Kaffeeröstereien und klärte über das Zwei-Könige-Prinzip auf, sowie über die Verfügbarkeit von Rohkaffee aus der Region Colol auf der Insel Flores. Vor allem das Gespräch mit CY und seiner Frau Pei Pin von der Kaffeerösterei ASK Coffee Roastery war sehr wohltuend für mich.

Ein paar Tage später ging ich dann zu dem Missionsdienst Youth with a Mission (YWAM) und bekam dort eine Unterkunft. Ich erzählte dort auch von dem von Gott gegebenen Gerechtigkeitsprinzip und von meiner persönlichen Geschichte mit Jesus.

Ich traf auch Leute von der "Mega Church" City Harvest Church und wurde zum "Saturday Service" eingeladen. Es war für mich wie zuvor bei der JPCC in Jakarta, eine großes Unterhaltungsprogramm mit Musik, Technik, Licht und Predigt. Zugegeben, ich habe nicht viel Erfahrung mit Gemeinden, aber ich bin Jesus dankbar, dass er mich mit meiner Glaubensfamilie in Deutschland verbunden hat.

Kurz vor meiner Abreise hatte ich einen finanziellen Engpass und habe in meiner leiblichen Familie wegen einem Kredit gefragt. Ich hatte Nicolas davon erzählt und er hatte mich ermutigt, meine geistliche statt meine leibliche Familie um Unterstützung zu bitten. So habe ich den Kredit zurückgegeben und in meiner Glaubensfamilie um Hilfe gebeten. In meiner Zeit in Indonesien habe ich immer wieder Unterstützung von meiner leiblichen Familie erhalten. Es kam dazu, dass ich mich darauf verlassen habe. Dann hat der Heilige Geist in etwa so zu mir gesprochen: Verlass dich auf mich und nicht auf deine leibliche Familie. Ich wusste in dem Moment, dass der Heilige Geist diesen Schritt aufs Wasser von mir verlangte. Ich hatte mich dann entschieden auf die Unterstützung zu verzichten und es der betreffenden Person mitgeteilt.

Bandung

Stadt in West Java, Indonesien

Anschließend bin ich erneut in Indonesien, Tangerang eingereist, um dann mit dem Bus nach Bandung weiterzureisen.

Ursprünglich kam ich dorthin, um unseren Exporteur Dave und einen Kaffeebauern kennenzulernen. Doch dann öffneten Andrew und Gabriella, ein Pastoren-Ehepaar für Jugend und Studenten vom Inspire Community Center (ICC), ihr Haus für mich. Auch ihnen erzählte ich, wie Jesus mich aus der Gefangenschaft rausgerettet hat. Sie luden mich daraufhin ein, in zwei kleinen Gruppen und später auch mit ein paar von ihren Freunden darüber zu sprechen.

Mit Dave konnte ich mich nur begrenzt austauschen und einen Besuch bei dem Kaffeebauern Nono Suhana war nicht möglich.

Auf Nachfrage von Nicolas bekam ich die Möglichkeit, an zwei Tagen gemeinsam mit dem Mitarbeiter Naufal bei SUJI Experience Bar mit dem Suji x WE Sample Roaster zu rösten und später dann auch eine Verkostung der Röstungen durchzuführen. Man nahm sich sehr viel Zeit für Erklärungen und die Beantwortung von meinen Fragen.

In meiner frei verfügbaren Zeit besuchte ich weitere Kaffeeröstereien, um Kontakte zu knüpfen. Es bleibt abzuwarten, wer bereit ist, das Zwei-Könige-Prinzip gemeinsam mit den Bauern zu leben.

Region Colol

Region in Ostmanggarai, Insel Flores, Indonesien

Mit Zwischenhalt in Jakarta, Tangerang und Labuan Bajo fuhr ich zum dritten Mal in die Region Colol.

Gemeinsam mit Hanna und den Kaffeebauern gingen wir zu Nobertus, um das Pferd einzufordern. Doch erneut weigerte sich Nobertus das Pferd herauszugeben. Gott gab aber die Führung für das Gespräch und die Fähigkeit mit Autorität zu sprechen. Schlussendlich willigte Nobertus ein und gab das Pferd zurück. Das Tier wurde anschließend in die Obhut von Lazarus gegeben.

Es geht nicht darum, Nobertus als Schuldigen hinzustellen, aber ich möchte offen über die Geschehnisse berichten. Sowohl für wir von der KAFFEEkostbar, als auch die Bauern wünschen uns, dass Nobertus von Herzen umkehrt, statt seinen Stolz zu bewahren und sein Herz zu verhärten.

Hanna reiste dann wieder zurück, während ich noch dort blieb. Später kamen Christa und Christin Hanna, die Schwester von David aus Labuan Bajo zum Dorf Tangkul. An einem Tag kam der Kaffeebauer Hironimus aus Wejangmalih zu Benediktus' Haus, um seinen Rohkaffee verarbeiten zu lassen. Ursprünglich wollte er Lodovikus beauftragen, entschied sich dann jedoch anders. Nach der Verarbeitung mit der Hullermaschine kamen wir mit ihm ins Gespräch. Er erzählte darüber, dass die Menschen in der Region mehr Angst vor der Tradition, schlussendlich vor anderen Menschen, als vor Gott haben. Diebstahl und Missbrauch nimmt man scheinbar hin, aber man hat Angst vor der Abweisung von Familie, Freunden und Bekannten, wenn man beispielsweise eine traditionelle Veranstaltung ausfallen lassen würde.

Auch erzählte er uns von einer seltsamen Sache in seinem renovierten Haus, nämlich, dass er dort mit seiner Frau nicht gut kommunizieren kann und es häufig zu Missverständnissen und Streit kommt, was auch die Kinder mitbekommen. Sie müssen dann erst das Haus verlassen, um in vernünftiger Art und Weise miteinander zu sprechen. Er bat uns um Hilfe, ob wir für diese Sache beten könnten und lud uns für den nächsten Tag zu sich nach Hause ein.

Am nächsten Tag gingen wir gemeinsam mit den Bauern in die Kaffeegärten. Als wir dann später wieder zurück zum Dorf gehen wollten, sahen wir, dass das Pferd gestürzt war und sich verletzt hat. Es lag ein ganze Weile auf dem Boden und konnte eine lange Zeit nicht aufstehen. Gott gab mir die Eingebung für Leben und Heilung zu beten und ebenso gab er die Weisheit und das Gelingen, für das Handeln in dieser Situation. Das Pferd richtete sich nach einiger Zeit auf, wodurch ich es zum Gartenhaus von Benediktus führen konnte. Eine kurze Zeit später kamen dann auch Papa Keyla und Mama Tota, um das Pferd zu versorgen. Das Pferd legte sich dort dann wieder auf den Boden und ich gab es in Gottes Hand.

Christa und Christin Hanna waren bereits in Wejangmalih, ich wurde dann von Hironimus abgeholt. Er erzählte uns, dass sie ein traditionelles Ritual zum Schutz und Segen des Hauses abgehalten haben und nicht verstehen, warum dieses Kommunikationsproblem nun vorhanden ist. Für mich war es offensichtlich, dass sie dadurch eine Tür für unreine Geister geöffnet haben. Das gilt ebenso für die katholischen (okkulten) Praktiken. Hironimus bedankte sich für das Gespräch wollte aber seine Tradition nicht aufgeben.

Am darauf folgenden Tag fuhren Christa und Christin Hanna wieder nach Labuan Bajo. Als ich dann am Nachmittag in den Kaffeegarten ging, sah ich, dass das Pferd genesen war und nicht mehr auf dem Boden lag. Ich denke, dass man nach so einer Verletzung zumindest am nächsten Tag humpeln würde, aber das Pferd schien so zu laufen, als wäre nichts passiert. Gott der Arzt, hatte für Genesung gesorgt.

Bevor ich nach Labuan Bajo zurückkehrte, kauften wir von Lazarus Tundu und seiner Frau Mama Dino 0,69 kg Vanille für 3,62 Mio. Rp/kg und 1,38 kg für 200k Rp/kg.

Labuan Bajo

Hafenstadt auf der Insel Flores, Indonesien

Gemeinsam mit Christa wandte ich das gesammelte Wissen mit dem "Sample Roaster" von SUJI an. Die Verbindung mit dem Programm Artisan Scope lief reibungslos, wodurch nun eine Dokumentation mit dieser Röstmaschine möglich ist.

Denpasar, Region Kintamani

Stadt bzw. Region auf Insel Bali, Indonesien

Während meines Aufenthalts in Denpasar besuchte ich die kleine Rösterei Klar Coffee Roastery. Gemeinsam mit der Besitzerin durfte ich zwei Proberöstungen mit ihrer Röstmaschine von NOR Coffee Roaster durchführen.

In Kintamani, im Norden Balis, befindet sich die Curtina Coffee Farm. Ich durfte die Farm besuchen und erhielt von Wana und Amellya einen Einblick in den Anbau und die Verarbeitung des Kaffees. Die Curtina Coffee Farm besitzt eine eigene Plantage von einem Hektar und kauft Kaffeekirschen von den umliegenden Kaffeebauern, um diese zu verarbeiten.

Eine Sache die mir immer wieder begegnet ist und mir ein schlechtes Gewissen bereitet hat ist, dass ich zu viel Geld für Essen ausgegeben habe und mich auch sehr oft nicht beherrscht habe und zu viel gegessen habe. Das sollte später nochmal Thema werden.

Surabaya

Stadt in Ost Java, Indonesien

In Indonesiens zweitgrößter Stadt habe ich ein Team von PT Yama Ekspress getroffen. In den Jahren zuvor hat Dave aus Bandung diesen Dienst für den Transport genutzt. Aufgrund neuer Regulierungen der Regierung haben sich die Bedingungen geändert, sodass wir nach einer anderen Lösung gesucht haben und dabei direkt mit PT Yama Ekspress in Kontakt getreten sind. Ich haben über unser Anliegen gesprochen, Rohkaffee in verschiedene Länder zu exportieren.

Yogyakarta

Stadt des Sondergebiets Yogyakarta, Indonesien

Dieses Mal übernachtete ich im Haus von Manuels Gruppe. Erneut machte ich mich auf die Suche nach Kaffeeröstereien. Ich besuchte die Kaffeebar Wombats Coffee Wijilan. Dort gab man mir den Tipp, die Mandala Roastery zu besuchen. Anstatt dort mit einem Mitarbeiter oder dem Besitzer zu sprechen, kam ich mit Tondi ins Gespräch. Er ist ein muslimischer Mann aus Nord-Sumatra. Er sprach über seinen Glauben, und ich bezeugte ihm das Wirken Jesu in meinem Leben und sprach ebenso über unseren Dienst im Kaffeehandel. Er war verwundert über die Dinge die ich sprach und meine Haltung zu Sexualität. Er lud mich noch zu seinen Freunden ein. Wir blieben im Kontakt und er lud mich später ein, nach Medan zu kommen.

Ebenso konnte ich an einem Ausflug von Manuels Gruppe in die Berge nach Tawangmangu, an der Grenze zu Ost Java teilnehmen. In der Gruppe war ebenso ein Mann mit hinduistischen Glauben und es erfolgte eine Situation, in der man diesem Mann beim gemeinsamen Essen zum beten ermutigte. Man wollte ihm Raum geben und ihn damit respektieren. Für mich ist es unvereinbar, denn ich kann nicht mit Jesus an einem Tisch sitzen und dann jemanden beten lassen, der gar nicht an Jesus Christus glaubt. So etwas ist für mich religiöser Unsinn. Ich sehe ein großes Problem darin, dass man menschengefällig handelt, anstatt zu schauen, was Gott gefällt. Dabei kam mir der Gedanke, ob bestimmte Irrlehren wie die Marienanbetung oder Hypergrace auf ähnliche Weise entstanden sind.

Später habe ich dann noch intensive Gespräche mit Charlie, Manuels Bruder, geführt. Er erzählte mir von seiner dunklen Vergangenheit im Satanismus und davon, wie er sein Leben geändert hat. Im Nachhinein muss ich zugeben, dass mich seine Erzählung in den Bann gezogen haben und es hat einen komischer Beigeschmack.

Zum Abschluss besuchte ich die Jogja Coffee Week. Ich traf bekannte Gesichter von Röstereien und führte wieder gute Gespräche, in denen ich über unsere weltfremde Art des Handelns sprechen konnte. Dabei konnte ich über einige Erlebnisse und den Werdegang der KAFFEEkostbar berichten.

Bandung

Stadt in West Java, Indonesien

Andrew und Gabrielle gaben mir noch einmal die Möglichkeit, bei ihnen einzukehren. Den Großteil der Zeit nutzte ich, um den Bericht über meine Reise zu verfassen. Ich kontaktierte zwei Röstereien, die ich bei meinem ersten Aufenthalt besucht hatte und denen ich versprochen hatte, Kaffeeproben mitzubringen. Nach meiner Ankunft erhielt ich zunächst keine Rückmeldung, hörte aber deutlich vom Heiligen Geist, dass ich sie nicht erneut kontaktieren soll. Kurz vor meiner Abreise meldeten sie sich dann und kamen persönlich vorbei bzw. schickten einen Mitarbeiter, um die Proben abzuholen. Für mich ist es eine besondere Erfahrung, die Stimme Gottes teilweise so klar zu hören, selbst bei einfachen Dingen. Meine Hürde ist es manchmal, an den Dingen, die ich gehört habe, festzuhalten, gehorsam zu sein und sie nicht wieder zu vergessen.

Jakarta, Tangerang

Städte in West Java, Indonesien

Anstatt erneut im Haus von Joesi Sihombing unterzukommen, öffneten Gerry Darmawan und seine Frau Windy mir die Tür. Am ersten Abend durfte ich in ihrer Kleingruppe Zeugnis geben. Am nächsten Tag besuchte ich Ariadi, einen Bäcker und Moslem, in seinem Café. Jesus gab mir auch dort die Freimütigkeit, Zeugnis abzulegen und zu evangelisieren. Bisher bin ich in solchen Gesprächen weder auf Ablehnung noch auf Verachtung gestoßen. Anschließend hatte Gott noch eine Überraschung für mich bereit. Gerry erzählte mir, dass er im Oktober nach Deutschland fliegt und bot mir an, 10 kg meines Gepäcks mitzunehmen. So musste ich nicht mehr darüber nachdenken, was ich mitnehmen kann und was nicht. Es war ein weiteres Geschenk von Gott an mich.

Singapur

Stadtstaat, südlich an der Grenze zu Malaysia

Bei meinem letzten Aufenthalt in Singapur hatte ich versäumt, für die Übernachtung in einem Nebengebäude von YWAM zu bezahlen. Ich war davon ausgegangen, dass es umsonst sei, hätte aber nochmal nachfragen sollen.

Vor meiner Ankunft hatte ich nicht genug Geld, um die Schulden zu begleichen. Für meinen Aufenthalt in Bali, Surabaya, Yogyakarta und Bandung hatte ich Unterstützung erhalten. Für die Schulden und den Aufenthalt in Singapur nahm ich wahr, dass ich nicht nachfragen soll. Ich hatte die verbleibenden IDR in S$ getauscht und besaß somit 57 S$ in bar sowie 14,90 € auf dem Konto. Kurz vor meiner Ankunft erhielt ich dann 50 €, sodass ich wieder genügend Bargeld abheben und später meine Schulden bei YWAM bezahlen konnte.

Am ersten Tag hatte ich am Changi-Flughafen übernachtet, da ich keine Unterkunft hatte und auch nicht wusste, wohin ich gehen sollte. Ich war erst einmal froh und dankbar, dass es am Flughafen einen Platz gab, an dem es kostenloses Trinkwasser gab und an dem ich kostenlos übernachten konnte.

Am nächsten Tag hatte ich vom Heiligen Geist gehört, dass ich den Flughafen verlassen soll. Ich habe mich dann bis zu einer Haltestelle leiten lassen, an der ich selbst entschied auszusteigen. Es war ein echter Kampf für mich, mich nur auf die Stimme Gottes zu verlassen, aber ich konnte es klar in meinem Kopf hören. Es waren teilweise Gespräche, wie ein Vater und mit seinem kleinen Kind, dass verunsichert ist. Ich wusste dann nicht weiter, war verzweifelt und ging ins Gebet. Nach einer ganzen Zeit habe ich dann dort die Straßenseite gewechselt und habe dort einen jungen Mann angesprochen. Wir kamen ins Gespräch und er lud mich ein, mit ihm eine Runde im Park zu gehen. Er erzählte, dass er Hinduist ist und ich erzählte ihm etwas über meine Lebensgeschichte und meinen Glauben.

Später bin ich dann zu YWAM gegangen, um meine Schulden zu begleichen. Als ich dort ankam, bot man mir an, zwei Nächte dort zu übernachten. Das nahm ich dankbar an. Nicolas schrieb mir später, dass er, Eva und Anna wahrgenommen haben, dass es für mich eine Komfortzone ist. Das hatte hatte mich getroffen und ich war sehr niedergeschlagen.

Ich hatte Julius von YWAM davon erzählt und mich dann dazu entschlossen, die Unterkunft bei YWAM zu verlassen. Dieses Mal konnte ich nicht klar hören und bin auf eigene Faust losgegangen. Mir kamen in dieser Zeit allerlei schlechte Gedanken, von Reiseabbruch bis Nicolas blockieren. Gegen 23:30 Uhr bin ich schließlich bei einem Haus gelandet, das zu einem Jesus Club gehört. Ich klingelte und nach kurzer Zeit schauten zwei Frauen zur Tür heraus. Sie ließen mich aber nicht herein, sondern schlossen die Tür gleich wieder. So habe ich die Nacht dann draußen ohne Unterkunft verbracht. Ein weiterer Tiefpunkt.

Am nächsten Tag hatte mich Eva in einem Schreiben ermutigt. Mit Jesu Hilfe konnte ich meine Niedergeschlagenheit überwinden und neuen Mut fassen. In den folgenden Tagen habe ich zum Großteil in sogenannten „Capsule Hostels“ übernachtet.

Nachdem ich dann einige Kaffeegeschäfte besucht hatte, beschloss ich, nach Geschäften für Kakao, Schokolade und Vanille Ausschau zu halten. Wir hatten von Lazarus Kakao und Vanille gekauft, aber ich hatte noch keine Erfahrung damit. Ich habe bei Google Maps eine Schokoladenmanufaktur gefunden, aber auch gehört, dass ich nicht zu viel erwarten soll. Dann habe ich weitergesucht und die Mr. Bucket Chocolaterie gefunden. Ich hatte das Wahrnehmung, dass ich dorthin gehen soll. Als ich dort ankam, wusste ich aber nicht so richtig, was ich machen sollte, und ich traute mich auch nicht, jemanden anzusprechen. Später bin ich dann wieder gegangen. Am nächsten Tag nahm ich erneut war, dass ich dorthin gehen soll, aber Gott sagte zu mir, dass es besser gewesen wäre, wenn ich es am Tag zuvor getan hätte. Ich habe auch vom Heiligen Geist gehört, wie ich mich vorstellen sollte. Dieses Mal habe ich es umgesetzt und durfte die mitgebrachten Kakao-, Vanille- und Kaffeeproben vorstellen und im Austausch für einige Schokoladenprodukte übergeben.

Ein Mitarbeiter sagte mir, dass der Verantwortliche nicht da sei. Ich fragte, ob derjenige am Tag zuvor da gewesen sei, und der Mitarbeiter bejahte dies. Damit war mir klar, was Gottes Reden zuvor bedeutete.

Ein paar Tage zuvor teilte mir Nicolas mit, dass es für mich die Möglichkeit gäbe, bei der Firma NOR in Jember mir Wissen über die Funktionsweise und Wartung der Maschinen anzueignen. Gott öffnete eine weitere Tür für mich. Nach etwas Bedenkzeit und Zweifeln habe ich dann zugesagt und ein weiteres Mal ein Ticket nach Indonesien gebucht.

Tangerang

Stadt in West Java, Indonesien

Als ich in Tangerang am Flughafen angekommen war, hatte ich nicht mehr genug Geld für das Visa. Ich hatte zuvor nicht daran gedacht, erwartete aber auch noch eine Rückerstattung der Nebenkostenabrechnung für meine alte Wohnung in Döbeln. Das Geld kam jedoch nicht. Dann fragte ich Gott, was ich nun machen soll und lobte ihn, dass er mir helfen würde. Dann rief ich meine Glaubensgeschwister an. Beim dritten Versuch erreichte ich eine meiner Glaubensschwestern und fragte, ob sie mir Geld für diese Sache ausleihen könnte. Darauf sagte sie mir, dass ihr Mann es den Tag zuvor aufs Herz bekommen hatte, mich zu unterstützen, es aber noch nicht umgesetzt hatte. Wir lachten und freuten uns beide, wie Gott die Dinge lenkt. Sie wusste somit, dass es von Gott war und hatte mir dann 200 € überwiesen, womit ich mein Visa bezahlen konnte.

Da schon einige Zeit vergangen war, hatte ich mir Sorgen um meinen Koffer gemacht. Als ich dann aber endlich zur Gepäckabholung kam und noch einige Passagiere auf ihr Gepäck warteten, kam mein Koffer mir in dem Augenblick entgegen, als ich zum Band ging.

Mein Gott ist wunderbar, unbeschreiblich und alles ist in seiner Hand. Halleluja!

Kebonsadeng

Dorf in der Nähe von Jember, Ost Java, Indonesien

Mein Gott gab mir die Gunst, dass ich kostenfrei zwei Monate lang bei der Firma NOR Coffee Roaster bzw. Coffee Beans lernen durfte. Es ging dabei vor allem darum, dass ich die Bedienung und Wartung der Maschinen lerne, um als möglicher Repräsentant für internationale Kunden, vor allem in Europa, die Maschinen vorstellen und erklären zu können. Zunächst wusste ich ehrlich gesagt nicht, wie das funktionieren soll und es war für mich aufgrund der Sprachbarriere auch oftmals sehr frustrierend. Ich habe es die meiste Zeit nur geschluckt, anstatt es vor Gott zu bringen und das hat dem Teufel immer wieder eine Angriffsfläche gegeben, um mich herunterzuziehen, ebenso die Kurzsichtigkeit. Unabhängig von den Widrigkeiten konnte ich eine Menge lernen und dokumentieren und Gott gab mir auch die Gunst bei einzelnen Mitarbeitern, die sich für mich die Zeit genommen haben, um alles verständlich zu erklären, bzw. zu schreiben.

Ich hatte einige Gespräche, in denen mich die Muslime nach meinem Glauben gefragt haben und ich versucht habe zu erklären, dass ich nichts mit Religiosität zu tun habe. Es war aber oftmals schwierig, klar und verständlich zu kommunizieren. Der größte Knackpunkt war aber denke ich, dass ich mir nicht ausreichend Zeit für Gebet genommen habe. Ebenso bin ich auch nicht dem Gedanken nachgegangen zu Fasten.

Johor Bahru, Malakka

Städte in Süden bzw. an der Westküste von Peninsular, Malaysia

Mit Zwischenstation in Jakarta und Singapur bin ich weiter nach Malaysia gereist. Zunächst habe ich einen Tag in Johor Bahru verbracht. In einem Hostel habe ich einen Mann kennengelernt der mir eine Unterkunft in Malakka empfohlen hatte. Dieser Empfehlung bin ich nachgegangen und mit dem Bus weiter nach Malakka gereist. In diesem Hostel, Ringo's Foyer, bin ich dann etwa drei Wochen geblieben.

In dieser Zeit bin zwei Mal auf einen muslimischen Mann gestoßen, der sich mir sexuell angeboten hat. Offensichtlich war dieser Mann von Dämonen besessen. Beim ersten Mal hatte ich nur abgelehnt und bin dann weitergegangen. Beim zweiten Mal habe ich dann den Dämonen anbefohlen aus Ihm auszufahren. Zuvor hatte ich ihm die Hand gereicht, um mich zu verabschieden. Die einzige Reaktion die ich in dieser Situation wahrgenommen hatte, war sein Händedruck der lockerer geworden ist. Nach dieser Begegnung hatte ich den Gedanken, ob ich ihn nochmal treffen würde, was aber nicht der Fall war. Eine weitere Begegnung war mit dem Imbissbesitzer Ibrahim. Ich war glaube ich insgesamt viermal dort gewesen. Es ging bei den Gesprächen mit ihm immer schnell um den Glauben, was aber eben so schnell darin geendet ist, was in der Bibel steht und er es nicht verstand. Ich hatte mit ihm ebenso mein Lebenszeugnis geteilt, was für ihn aber keine außergewöhnliche Sache darstellte. Wo er genauer zugehört hatte war, als ich ihm den Teil vorließ, als Jesus vor dem hohen Rat stand, da er diese Begebenheit nicht kannte.

Ein Weiteres Mal kam ich an den Punkt, dass ich nicht wusste was ich in Malakka tun soll. Der heilige Geist hatte mich später dann so geführt und mir auch die Bestätigung gegeben, dass ich in dem Hostel als Volunteer arbeiten könnte. Gott hatte den Weg dafür freigemacht und ich durfte als Volunteer für kostenlose Übernachtung dort arbeiten, was mir noch mehr Möglichkeiten gegeben hatte, mit den anderen Volunteers und Gästen ins Gespräch zu kommen. Mein Gott hatte mir in den Momenten immer wieder den Freimut gegeben, um zu sprechen. Ich hatte nie eine ablehnende Haltung erlebt, aber ich merkte manchmal schon eine Art Fassungslosigkeit.

Auch wenn es für einige Leser vielleicht ermüdend ist, es immer und immer wieder zu lesen, aber ich will immer und immer wieder bezeugen, was Jesus für mich getan hat und darin nicht müde werden, egal was andere darüber denken.

Tangerang

Stadt in West Java, Indonesien

Als ich dann wieder in Arkhipus angekommen war hatte ich dann den Fehler gemacht davon auszugehen, mich zur Familie zugehörig bzw. wie zu Hause zu fühlen. Da dies nicht der Fall war, sondern ich nur als Gast gesehen wurde, hat mein Handeln zu Unbehagen geführt. Ein weiterer Fehler von mir war, dass ich aufgrund von Menschenfurcht manche Dinge in denen ich eine andere Ansicht oder auch ein anderes Zeugnis im Geist hatte, nicht angesprochen hatte, sondern nur mit Nicolas kommuniziert habe, was dann wiederum zu Unmut geführt hat. Ich will lernen mit Gottes Hilfe und Mut zu sprechen und nicht aus Menschenfurcht zu schweigen.

Davon abgesehen hatte ich in dieser Zeit Gottes Reden für mich wahrgenommen, dass ich das brach liegende Gewerbeobjekt und die 1. Etage mit den leer stehenden Wohnungen im Haus von Joesi verwalten soll. Es fing an, mit den Gedanken einer WG in den Wohnungen und möglichen Kaffeeverkostungen. Dies hatte ich dann auch meiner geistlichen Familie mitgeteilt, worauf Nicolas dann mit mir telefonierte und mir mitteilte, was er und Eva schon länger für mich wahrgenommen hatten - für die verlorenen Indonesier berufen zu sein und eben auch das zu verwalten, was brach liegt und leer steht. Ich habe dann später Gott direkt gefragt und klar sein Ja dazu gehört. Auch habe ich gefragt wie lang und bekam als Antwort, bis ich dich weitersende. Auch wenn vielleicht nun manche Denken, dass ich in diese Richtung manipuliert wurde, will ich bezeugen, dass ich dies selbst von meinem Herrn gehört habe und das er mir auch das Wollen dafür geschenkt hat, was vorher absolut nicht der Fall war, denn ich war immer wieder froh Arkhipus wieder verlassen zu können. Die Gründe dafür waren unter anderem die vielen Mücken, die mich ständig zerstochen haben, die Gebetsrufe über Lautsprecher aus der nahe gelegenen Moschee und auch mein Gottesbild, welches unterscheidet.

Ein Gebetsanliegen welches mir durch Jesus erfüllt wurde war der Wunsch nach einer Arbeit, denn ich wusste nicht so richtig was ich die ganze Zeit bis zu meiner Visa-Verlängerung tun sollte. Ich hatte gebetet, dass Gott ja auch der Herr über die Arbeit ist und habe ihn um Arbeit gebeten. Einen Tag später schrieb mich dann Herr Ahmadi von der Firma NOR an, ob ich bei der Kommunikation mit einem internationalen Kunden helfen könnte. Ja, wir können alle unsere Anliegen vor Gott bringen und er wird es tun, wenn wir glauben und es seinem Willen entspricht.

Kebonsadeng

Dorf in der Nähe von Jember, Ost Java, Indonesien

Zum dritten Mal habe ich die Firma NOR besucht und bei der Verwandschaft von Herr Kusnandar übernachtet. Anders als zuvor hatte ich mehr und bessere Gespräche, auch wenn ich noch nicht alles verstanden habe. Ich verbrachte ebenso einige Zeit mit den Kindern der Umgebung. So gab es einige gemeinsame Spielrunden oder Spaziergänge. Manchmal schlossen sich dann auch andere Kinder an. Bei NOR hatte ich mehrere Videodokumentationen über die Benutzung der Röstmaschine erstellt. Es kam dann auch eine Großgruppe von einer muslimischen Schule für eine Führung durch die Firma zu besuch. Dabei durfte ich Kaffee zur Verkostung brühen und ebenso Eiscreme herzustellen.

Kuala Lumpur

Hauptstadt an der Westküste von Malaysia

Nachdem ich Indonesien wieder verlassen hatte, wartete ich auf eine Lösung für ein längere Visa, was aber nicht zustande gekommen war.

In Kuala Lumpur hatte ich einige spannende Begegnungen, oftmals mit Muslimen. An einem Abend stand in einer MRT Station in einer Warteschlange und hinter mir sprach mich dann ein junger Mann an. Gott hatte mir wieder den Freimut geschenkt, um zu erzählen. In der Schlange neben uns hatte ein anderer junger Mann mit zugehört. Wir standen dort einige Zeit weswegen ich ausführlich über mich und den Missionsdienst erzählen konnte.

Region Colol

Region in Ostmanggarai, Insel Flores, Indonesien

Nach etwa zwei Wochen hatte ich den direkten Flug von Kuala Lumpur nach Labuan Bajo genommen, um dann nach Ruteng zu fahren. Dort übernachtete ich bei Denny und Yohana, die ihre Tür allezeit für mich offen halten. Danach bin ich gemeinsam mit Hanna nach Tangkul zu den Bauern gefahren.

Bei diesem Besuch hatte ich auch die kleine Röstmaschine von WE x SUji mitgebracht, um mit den Bauern gemeinsam zu Rösten und zu Verkosten.

Hanna hatte sich viel Zeit für die Bäuerin Emilia Nanung genommen. Das ist die Frau, deren Mann vor ein paar Jahren verstorben ist. Eines der beiden Kinder, "Save", ist körperlich und geistig behindert, weswegen es für sie allein mit der Kaffeeernte sehr herausfordernd war und ist. Der Bruder von Save, Popin, unterstützt Emilia bei der Versorgung seines Bruders. Beide sind nicht die leiblichen Kinder von Emilia.

In der örtlichen Grundschule durfte ich an einem Tag eine Kaffeepräsentation durchführen. Ich bereite Kaffee zu und erklärte die einzelnen Schritte. Die Röstmaschine konnte ich nicht benutzen, da kein Strom vorhanden war.

Ein weiteres großes Thema war der Okkultismus bzw. die zerstörerischen Traditionen, die eben die Türen für unreine Geister und Flüche öffnen. Ein Teil davon ist die katholische Tradition, die auch unsere Bauern leider noch weiter bejahen, ob nun aus eigener Überzeugung oder Menschenfurcht. Ein Beispiel für Flüche war ein Virus, der laut den Bauern alle Bananenbäume in der gesamten Region befallen und ungenießbar gemacht hat. Ebenso gab Krankheit oder Situationen in denen das eigene Vieh, seien es Ziegen, Hühner oder Katzen getötet wurden. Das mag im ersten Moment wie normale Dinge klingen, die halt natürlich passieren, aber die Häufigkeit ist so auffällig und für die Leute in dem Dorf sind Flüche, die zu Krankheit oder Tod führen, eine Realität. An einem Tag erlebten Hanna und ich wie eine Frau dämonisch besessen durch das Dorf lief und schrie. Sie hört eine Stimme zu Ihr sagen, dass die Eltern tot sind, obwohl diese im Garten arbeiten. Mit dieser Frau verhält es schon seit langer Zeit so.

Es kamen eine Zeit später Gäste aus Frankreich und USA bzw. Australien zu Besuch. Diese waren zuvor jeweils in der KAFFEEkostbar in Labuan Bajo gewesen und haben durch Christa den Hinweis erhalten bzw. hat Christa dann auch die Brücke zu mir gebaut. Sie durften erleben, dass wir nach anderen Maßstäben handeln und leben, die dieser kaputten Welt mehr und mehr fremd sind.

Zum Ende meines Aufenthalts ereignete es sich, dass Nicolas und seine Tochter Lilli zu Besuch kamen. Vor allem für die Kaffeebauern war es eine wohltuende Überraschung. In einem Gespräch kam das Thema mit der Trocknung des Rohkaffees auf, da es durch das regnerische oder bewölkte Wetter so gut wie unmöglich war, des Kaffee zu trocknen. Die Bauern erzählten, wie die Kooperative Asnikom den Kaffee in der Küstenstadt Borong getrocknet hat und so wurde in kurzer Zeit entschieden den Kaffee dort ebenso zu trocknen.

Kuala Lumpur, Malakka

Städte an der Westküste Malaysias

Von Flores, Indonesien bin ich wieder direkt nach Kuala Lumpur geflogen. Eine kurze Zeit blieb ich dort in einem Hostel. Danach bin ich erneut zum Hostel in Malakka, Ringo's Foyer, um dort für etwas drei Wochen als Volunteer zu arbeiten und mit den Gästen zu sprechen.

Gott will, dass alle Menschen gerettet werden, aber nicht jeder ergreift die rettende Hand. Ich hoffe, dass Jesus Geschichte mit mir das abgestumpfte Gewissen von vielen verlorenen Menschen erreicht und diese durch Jesus gerettet werden und nicht verloren gehen.

Während meines Aufenthalts besuchte ich erneut den Kaffeeverarbeiter und Kaffeeröster Coffeenism, um dort Liberica Rohkaffee zu kaufen, da die Kaffeebauern mich danach gefragt haben.

Ich bin mir über den genauen Zeitpunkt nicht mehr sicher, aber der Heilige Geist sprach an einem Tag zu mir, dass ich an der Hochzeit von Manuel aus Yogyakarta teilnehmen soll und die Früchte meiner Arbeit sehen soll.

Labuan Bajo

Hafenstadt auf der Insel Flores, Indonesien

Zum sechsten Mal reiste ich nach Indonesien. Da es in Labuan Bajo kein "Auto Gate" für das Visa gibt, muss persönlich zu einem Beamten und erklären, aus welchen Gründen man zu Besuch kommt. Da ich in kurzer Zeit so häufig eingereist bin, schien die Frau am Schalter meine Beweggründe anzuzweifeln. Vielleicht dachte Sie, dass ich illegal Geschäfte mache oder aus religiösen Gründen nach Indonesien komme. Ich sagte ihr, dass ich Kaffeebauern besuchen möchte und später gerne auch mein Visa verlängern möchte, um an einer Hochzeit teilzunehmen. Die Frau blätterte in meinem Ausweis und ließ mich dann doch, wenn auch scheinbar widerwillig, durch. Ich musste dann aber direkt zur Kontrolle beim Zoll. Ich hatte sowohl den Rohkaffee, als auch ein Packungen Kekse bei mir und musste meinen Rucksack öffnen und holte die Kekspackungen heraus. Die Beamten schauten sich diese an und hatten nichts zu beanstanden. Den Rohkaffee holte ich nicht heraus und die Beamten hatten auch nicht selbst danach geschaut. Ich bin mir nicht sicher, aber möglicherweise hätte das Probleme bereitet. So konnte ich alles behalten und weitergehen. Mein Gott hatte mir ein weiteres Mal Zutritt nach Indonesien verschafft und mich vor Problemen bewahrt.

Ruteng, Region Colol

Stadt bzw. Region in der Ostmanggarai, Indonesien

Bei den Kaffeebauern nahm ich mir die Zeit, um ein paar Mal bei der Kaffeeernte mitzuwirken und diese zu dokumentieren. An einem Tag fuhr ich mit Hanna in das Dorf Biting, um einen Schulleiter zu besuchen. Von meiner Seite ging es um die Möglichkeit, um an der Schule als freiwilliger Lehrer im Bereich Kaffee zu unterrichten und damit eine Möglichkeit für ein soziales Visa in Indonesien zu erhalten. Das würde dann wiederum einen längeren Aufenthalt in Indonesien ermöglichen. Der Schulleiter zeigte sich offen dafür und begrüßte in der späteren Kommunikation die Vorschläge, die ich unterbreitete.

Bevor wir wieder nach Labuan Bajo zurückkehrten, machten wir einen Zwischenstopp bei dem italienischen Restaurant La Cucina Ruteng. Wir trafen dort auf die Besitzer Luigi und Dana, kamen mit ihnen ins Gespräch und unterhielten uns über Kaffee, auch um die Möglichkeit, ob unser Kaffee bei ihnen eingesetzt werden könnte.

Labuan Bajo

Hafenstadt auf der Insel Flores, Indonesien

Statt erneut bei Brian und Angel oder David und Viecy zu übernachten, entschied ich mich eine Wohnung zu mieten. Den Kontakt bekam ich durch Hanna und ich bezahlte 1 mio Rp für etwa 17 Tage, was für mich in Ordnung war.

In den ersten Tagen kam mir die Eingebung, ob man in einem der Restaurants, La Cucina Komodo, Burger Time oder Alma Restaurant Komodo, in denen Luigi und Dana Besitzer oder mitbeteiligt sind, eine Kaffeeveranstaltung abhalten könnte, hatte aber keinen Gedanken, diese gemeinsam mit Christa und David durchzuführen, da wir keine gute Beziehung zueinander hatten. In einem Gespräch mit Christa in dem dies dann aufkam, entschuldigte ich mich bei Christa, dass ich nicht vorhatte sie mit einzubeziehen. Ich schrieb dann später Dana, ob man eine Kaffeeveranstaltung beim Alma Restaurant Komodo veranstalten könnte. Dana vermittelte baute dann die Brücke zu Maria, der Managerin des Alma Restaurant Komodo. Maria war offen für diese Idee und später besuchten Christa und ich Maria beim Restaurant, um uns vorzustellen und die Idee der Kaffeeveranstaltung zu erklären.

Dann kamen Christa, David, Hanna und ich zusammen, um über den Inhalt und Ablauf der Kaffeeveranstaltung zu sprechen. Schritt für Schritt wurde dann vorbereitet und verfeinert. Zu der Veranstaltung gibt es hier weitere Information und Bilder: Coffee Talk

Ich ging später zu Restaurants und Hostels, um die Flyer zu verteilen. Ebenso ging ich auch auf die Straße. Es war für mich jedoch eine große Überwindung, überhaupt Menschen anzusprechen und Flyer auszuhändigen, weswegen ich kaum Flyer direkt ausgeteilt habe. Das Resultat blieb weit unter der Erwartung. Es wurden an vier Tagen jeweils 2 Termine geplant, aber es gab nur an einem Tag zwei Teilnehmer. Christa meinte, dass es daran lag, dass die meisten Touristen an dem Wochenende mit dem Schiff herausfahren. Ich persönlich denke nicht, dass es daran lag oder, dass ich nicht genug Flyer ausgeteilt habe. Ich persönlich hatte wahrgenommen, dass es eine geistliche Sache ist, weil Christa und ich keine Einheit im Geist sind.

Kebonsadeng

Dorf in der Nähe von Jember, Ost Java, Indonesien

Als ich noch in Flores war, rief mich der Junge Azril von der Familie Rosid an und fragte mich, wann ich wieder vorbeikommen würde. Da ich plante, in Bali ein paar Tage zu verbringen und auch darauf wartete, dass sich dort eine Tür auftat, hatte ich keinen Gedanken daran, dort wieder hinzureisen. Es tat sich aber keine Tür in Bali auf, weswegen ich keinen Grund hatte dort zu verweilen, weswegen ich die Familie Rosid kontaktierte, ob ich sie besuchen könnte und dies dann auch tat. Ich hatte wieder einige Zeit mit den Kindern. An einem Tag verletzte sich Azril am Finger, eine Schnittwunde durch eine Schere. Ich hatte dann die Möglichkeit ihn mit meinem Notfallset zu versorgen und für Heilung zu beten. Nach meiner Abreise teilte Azril mir mit, das sein Finger nicht mehr weh tut, auch wenn noch die Wunde zu sehen war.

Solo, Salatiga, Yogyakarta

Städte in Mittel Java, Indonesien

Ich besuchte die Organisation PESAT und verbrachte dort etwa vier Tage. Es gab für mich die Möglichkeit einzelne Mitarbeitern zu einem Kaffee einzuladen und kennenzulernen. Ebenso konnte ich mit den Leitern der Institution sprechen. Einige Zeit vorher hatte ich nachgefragt, ob man mir bei der Beantragung eines längeren Visa helfen könnte. Dafür hatte ich keinen Bedarf mehr, da sich zuvor die Tür in der Schule in Biting aufgetan hatte. Später gab man mir den Vorschlag, ob ich bei der Universität über das Thema "Business as Ministry" lehren könnte. Später kam mir dazu, dass ich nicht als Lehrer von Jesus berufen bin und ich diese Art des Lehren auch nicht als effektiv bzw. sinnvoll empfinde. Stattdessen hatte ich später den Vorschlag gebracht, ob ein Mann aus Organisation mit mir kommen würde, wenn ich wieder nach Indonesien komme, um somit die einzelnen Herausforderungen mitzuerleben. Eine Bedingung dafür wäre, dass keine Unterstützung von der Organisation oder von den Eltern kommen soll, sondern die Reisekosten aus den eigenen vorhandenen Finanzen und dem was Gott durch den jeweiligen Glauben freisetzt, bezahlt wird.

In Yogyakarta hatten Hendro und Ena erneut die Tür für mich geöffnet, sodass ich in der Zeit, kurz vor und nach der Hochzeit von Manuel und Ervim, dort mitwohnen durfte. In Solo fand dann die Hochzeit statt. Es war für mich eine große Freude dabei zu sein. Auch wenn ich Manuel eine lange Zeit nicht gesehen und wir auch eine lange Zeit nicht miteinander geschrieben hatten, spüre ich doch eine große Verbundenheit.

Tangerang

Stadt in West Java, Indonesien

Kurz vor meiner Reise nach Indonesien habe ich mit der reparierten Kaffee-Röstmaschine von WExSuji noch ein paar Röstungen durchgeführt, um nochmal das Rösten mit der Maschine zu trainieren und Röstkaffee nach Kenia zu bringen.


Abschließende Bemerkung

Nicolas sagte mir bevor ich meine Reise begonnen hatte, dass ich später nicht mehr derselbe Markus sein werde. Viele geistliche Festungen sind gefallen, z.B. die Furcht bzw. Lüge, alleine zu reisen, obwohl doch Jesus bei mir ist. Ebenso ist mein Vertrauen auf Gott in Bezug auf finanzielle Versorgung gewachsen. Der heilige Geist zeigte mir meine gefallene Natur auf. Vor allem war es in Bezug auf Verwalterschaft und Selbstbeherrschung beim Essen waren. Es ist so kostbar die Stimme des heiligen Geists zu hören, auch wenn es ermahnende Worte oder Gebote sind. Die Gemeinschaft mit meinem Gott ist jeden Tag eine neue Entscheidung, die ich aus freiem Willen treffe.

Mein Name ist Markus Petzold. Anfang 2024 hab ich durch Jesus Befreiung aus Pornographiesucht, Perversion, Transexualität erlebt und ebenso wie Gott den Prozess der Heiligung in mir begonnen hat. Gott hat mir Gnade gegeben, um umkehren zu dürfen und mir vergeben. Halleluja! Gelobt sei mein Herr und König Jesus!

Ich befinde mich seit über einem Jahr auf Reisen. Ob ich jemals wieder nach Deutschland zurückkehren werde weiß ich nicht.

Wer offene Fragen zu meiner Reise hat oder Genaueres über mein persönliches Lebenszeugnis erfahren möchte, den lade ich ein, mich persönlich kennenzulernen. Gerne besuche ich euch und erzähle, was Jesus in meinem Leben getan hat.

Aus Gottes Hand

© 2026

KAFFEEKostBAR

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